Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie.

Die Schatten der Vergangenheit: Psychische Folgen der NS-Zeit sichtbar gemacht!

Art.-Nr.: 790910

Folgen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs erkennen und bearbeiten.

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Produktbeschreibung

Luise Reddemann:
Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie.
Folgen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs erkennen und bearbeiten - Eine Annäherung.
3. Auflage 2016. 180 Seiten, kartoniert

Erst mit unserem heutigen Wissen der Psychotraumatologie werden die psychischen Folgen von NS-Zeit, Zweitem Weltkrieg und Nachkriegszeit umfassend sichtbar. Die Autorin Luise Reddemann zeigt, wie Kriegskinder und -enkel in der Psychotherapie Zugang zu den unbewussten Aspekten ihrer Familiengeschichte finden und in der Auseinandersetzung damit psychisch wachsen können.

Terror und Ideologie der NS-Zeit, die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und die Nachkriegszeit mit massenhaften Vertreibungen, Hunger und Entbehrungen haben tiefe Spuren im individuellen wie kollektiven Gedächtnis hinterlassen. Vieles davon ist bewusst, doch Scham, Schuldgefühle und auch Todesangst sorgten dafür, dass so manches bis heute nicht an die Oberfläche kommen durfte. Über die Generationen hinweg, das zeigt die bekannte Psychotraumatologin Luise Reddemann in diesem Buch, bleiben die schweren Erfahrungen virulent und können die verschiedensten psychischen Probleme verursachen.

Mit vielen Hintergrundinformationen zu den trauma-auslösenden Situationen, Beispielen für eine sensible Erinnerungsarbeit mit PatientInnen verschiedener Generationen und eigenen Kriegskinderfahrungen.

Ihre Vorteile:

  • Annäherung an ein in der Psychotherapie bisher nicht aufgearbeitetes Thema
  • Mit Beispielen und Hinweisen für die praktische Arbeit in der Psychotherapie
  • Auch für Betroffene, Patientinnen und Patienten der Kriegskinder- und -enkelgeneration 
  • Luise Reddemann ist die bekannteste Traumatherapeutin Deutschlands

»Krieg hört nicht auf, wenn die Waffen schweigen. Krieg beschädigt nachhaltig die Beziehungsfähigkeit und damit auch die Beziehungen in Familien. Wer als Therapeut über NS-Zeit, Krieg, Vertreibung als Themen der eigenen Familienvergangenheit Bescheid weiß, kann seinen Patienten besser helfen. Luise Reddemanns fundiertes Buch macht Mut, diesen Weg zu gehen.«
Sabine Bode, Autorin des Bestsellers »Die vergessene Generation. Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen«

»Reddemanns Buch ermutigt dazu, sich der möglichen geschichtlichen Dimension seelischen Leidens immer wieder neu feinfühlig anzunähern.«
Vera Kattermann, Deutsches Ärzteblatt, Mai 2016

»Ein Buch, das berührt, das von Mut geprägt ist, ohne an Sorgfalt einzubüssen, das sich Zeit nimmt, zu würdigen und kritisch zu hinterfragen; ein Buch, das Mut macht, die Thematik anzusprechen, und das einen immer wieder innehalten lässt, auch anhand konkreter Fragen oder Denkaufgaben, die gestellt werden.«
Ann-Kathrin Ebner, Punktum, März 2016

Aus dem Inhalt:

  • 1. Kapitel: Erfahrungen durch und mit der NS-Zeit (Der andere Krieg. Hinweis für die therapeutische Arbeit. Die Behandlung von »Kiegskindern«. Therapie der Opfer)
  • 2. Kapitel: Kriegskindheiten und die Therapie von Kriegskindern (Ein Behandlungsmodell und eine Behandlungsgeschichte. Der Behandlungsansatz der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT). Zur Behandlung von Scham und Schamvermeidung. Der Krieg nach dem Krieg. Einige allgemeine Konsequenzen für die therapeutische Praxis)
  • 3. Kapitel: Mütter und Väter der Kriegskinder: Gehorsam, Schuld und Verdrängen – ein Versuch, zu verstehen. (Was hat Opa im Krieg gemacht? Frauen als Mittäterinnen. Das Schweigen über leidvolle Erfahrungen von Frauen. Psychohistorische Betrachtungsweise. Einige Empfehlungen für die Praxis)
  • 4. Kapitel: Kriegsenkel (Kriegsenkel erzählen. »Verletzte« Introjekte. Wie kann man die Probleme der 3. Generation einordnen? Unterschiede zwischen Kriegskindern und Kriegsenkeln)
  • 5. Kapitel: Trauern und Neubeginnen heute – oder: »Nach dem Sturm« (Einige Hypothesen zum Trauerprozess. Erinnerungskultur)
  • 6. Kapitel: Zusammenfassung der Konsequenzen für die psychotherapeutische Arbeit
  • 7. Kapitel: Frau H.s Geschichte

Die Autorin:

Prof. Dr. med. Luise Reddemann ist Nervenärztin und Psychoanalytikerin. Seit gut 25 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Trauma und Traumafolgestörungen. Von 1985 bis 2003 war sie Leiterin der Klinik für Psychotherapie und psychosomatische Medizin des Ev. Johannes-Krankenhauses in Bielefeld und entwickelte dort ein Konzept zur Behandlung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen, die »Psychodynamisch imaginative Traumatherapie« (PITT).
Luise Reddemann führt zahlreiche Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen durch. Im Rahmen ihrer Honorarprofessur an der Universität Klagenfurt für medizinische Psychologie und Psychotraumatologie widmet sie sich den Arbeitsschwerpunkten Resilienz sowie Folgen von kollektiven Traumatisierungen.

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